04.09.2011

SEEWERK 2011


Erneut hat das Seewerk dazu eingeladen, zeitgenössische Kunst am Silbersee und an der Kulturinsel in Moers zu erleben. In diesem Jahr wollte Norbert Tadeusz Teil der Ausstellung sein, doch bedauerlicherweise ist der Künstler im Juli verstorben.  
Diese traurige Nachricht hat auch die Ausstellung ein wenig verändert: Leider können deshalb aus persönlichen und rechtlichen Gründen auch keine Arbeiten von Norbert Tadeusz und Petra Lemmerz in der diesjährigen Ausstellung SEEWERK 2011 gezeigt werden. Die Werkschau wird aber in Form einer umfangreicheren Einzelausstellung im nächsten Jahr zur Eröffnung des neu erworbenen KLÄRWERK in Neukirchen Vluyn nachgeholt werden.
Petra Lemmerz hat für diese Ausstellung jedoch drei Schüler von Tadeusz empfohlen: Michael Bach, Andreas Schoen und Lu Wang. Wir freuen uns, dass die drei Künstler sich kurzfristig entschlossen haben, ihren ehemaligen Professor in unserer Ausstellung zu vertreten.

Das SEEWERK versteht sich aber vor allem als ein Ort, der Künstlern die Möglichkeit bietet, neue Wege zu gehen. Know how, Support und Material werden zur Verfügung gestellt, um oft lang schlummernden Ideen Gestalt zu verleihen.

Das kann wie bei Lena Kuntze bedeuten, ihre Cut-Out-Objekte in einem vielfach größeren Massstab als bisher auszuführen. In mehr als vier Metern Höhe werden sie zur Ausstellungszeit auf der Kulturinsel Nepix Kull der Stadt Moers zu sehen sein, die das SEEWERK, wie auch in den vorherigen Jahren, bespielt.

Speziell für das SEEWERK entstanden auch Holzskulpturen von Abdelhadi, die mit ihren Antennen und überdimensionalen Ohrmuscheln auf die Vergangenheit des Ortes als Standort einer "Horchstation" während des Krieges Bezug nehmen. Johannes Schepp nimmt sich mit seiner Installation aus Tüchern der Seefläche des SEEWERKs an. Moni Müller zeigt auf einer riesigen Sandanhäufung keramische Fraktales einer Digitalis-Pflanze. Manche Arbeiten sind tonnenschwer, so wie etwa "Die grosse Rede" von Dragan Lovrinovic, die mit einem Kran installiert werden musste, da das überdimensionale Rednerpult aus Stahl gut drei Tonnen wiegt. Eher formalistisch setzt sich Günter Stangelmayer mit seiner minimalistisch, konstruktiven Installation mit dem Gelände auseinander. Das koreanische Künstlerpaar Sukyun Yang & Insook Ju präsentieren Videoarbeiten, in denen es um die Gegenüberstellung realer und virtueller Welten geht. Anke Bertheau und Anatol Herzfeld bespielen den großen Speicherraum mit expressiver Malerei. Klaus Richter zieht sich ins Dunkel zurück und zeichnet blind mit Leuchtfarbe.


Die Ausstellung läuft noch bis zum 22. Oktober 2011 und kann Samstags von 15:00 - 18:00 Uhr und Sonntags von 11:00 - 17:00 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Durjardin-Brennerei in Moers-Kapellen besichtigt werden. Weitere Infos unter Kontakt!


 


18.08.2011

SEEWERK Ausstellung 2011


Insel-Kunst treibt seltsame Blüten - NRZ 08/11
"Die Vorarbeiten zur sechsten Seewerk-Ausstellung zeitgenössischer Kunst laufen auf vollen Touren. Auftakt auf Nepix Kull. Eröffnung ist am 10. September, 15 Uhr auf Nepix Kull, ab 16 Uhr im Seewerk...."

Seewerk: Schweres Gerät für die Kunst - RP 07/11
"Kunst braucht zuweilen auch schweres Gerät: Für Dragan Lovrinovics Objekt "Die große Rede" war gestern ein starker Kranwagen vonnöten, um das drei Tonnen schwere und 3,60 Meter hohe Kunstwerk auf dem Rasen des Seewerk-Geländes in Kapellen aufzustellen..."


Wie auch schon in den vergangenen Jahren bildet das Werk eines Akademieprofessors den Kern der Ausstellung und in diesem Jahr präsentiert das SEEWERK Arbeiten des bekannten Malers Norbert Tadeusz. Trotz seines Todes im Juli kann die schon lange geplante Ausstellung realisiert werden. Besonderer Dank gilt seiner Familie, die in seinem Sinne den ersten Teil der Präsentation ermöglicht hat. Der zweite umfangreichere Teil folgt im nächsten Jahr zur Eröffnung des neu erworbenen KLÄRWERK in Neukirchen-Vluyn. Norbert Tadeusz ist mit der Düsseldorfer Kunstakademie eng verbunden, studierte dort und lehrte später in der Dependance in Münster, bevor er nach Berlin und später nach Braunschweig berufen wurde. Bekannt geworden ist er vor allem mit seiner oft großformatigen Malerei eigenwillig, surrealer Bildwelten.

Das SEEWERK versteht sich aber vor allem als ein Ort, der Künstlern die Möglichkeit bietet, neue Wege zu gehen. Know how, Support und Material werden zur Verfügung gestellt, um oft lang schlummernden Ideen Gestalt zu verleihen. Das kann wie bei Lena Kuntze bedeuten, ihre Cut-Out-Objekte in einem vielfach größeren Massstab als bisher auszuführen. In mehr als vier Metern Höhe werden sie zur Ausstellungszeit auf der Kulturinsel Nepix Kull der Stadt Moers zu sehen sein, die das SEEWERK wie auch in den vorherigen Jahren bespielt. Speziell für das SEEWERK entstehen auch Holzskulpturen von Abdelhadi, die mit ihren Antennen und überdimensionalen Ohrmuscheln auf die Vergangenheit des Ortes als Standort einer "Horchstation" während des Krieges Bezug nehmen.

Johannes Schepp nimmt sich mit seiner Installation aus Tüchern der Seefläche des SEEWERKs an. Moni Müller zeigt auf einer riesigen Sandanhäufung keramische Fraktales einer Digitalis-Pflanze. Manche Arbeiten sind tonnenschwer, so wie etwa "Die grosse Rede" von Dragan Lovrinovic, die mit einem Kran installiert werden musste, da das überdimensionale Rednerpult aus Stahl gut drei Tonnen wiegt. Eher formalistisch setzt sich Günter Stangelmayer mit seiner minimalistisch, konstruktiven Installation mit dem Gelände auseinander. Das koreanische Künstlerpaar Sukyun Yang & Insook Ju präsentieren Videoarbeiten, in denen es um die Gegenüberstellung realer und virtueller Welten geht. Eine malerische Position vertritt Petra Lennartz, deren informelle Arbeiten sich über mehrere Meter am Stück über die Wand erstrecken. Anke Bertheau und Anatol Herzfeld bespielen den großen Speicherraum mit expressiver Malerei mit Hintersinn. Klaus Richter zieht sich ins Dunkel zurück und zeichnet blind mit Leuchtfarbe. Ingeborg Broska und Anne Blass widmen ihre Performance "unbehaust" dem Bett als Ort von Geburt und Tod.

Die Malerin Elisabeth Luchesi bietet für Kinder ab 6 Jahren einen Workshop an, bei dem ein riesiges Mobile entsteht. Die Gruppe Hora de Samba wird in diesem Jahr nicht nur für Musikalische Untermalung sorgen, sondern mit der Aktion "Menschenbild" auf sich aufmerksam machen.·Am 16.09.2011 um 9:45 Uhr wird Anatol Erstklässler im Zeichnen unterrichten und über den Schmetterlingsmann und seinen Hintergrund erzählen.


Subtime Percussion

mit Werner Meuer und Wolf Köss

Das Duo wird frei spielen. Seit langer Zeit arbeiten die Trommler im Duo und mit Gästen. Nicht zuletzt in Großprojekten mit dem Jon Palmouth Trio. Beeinflußt durch ihren Musikalischen Hintergrund entsteht ein spannendes Moment von Groove und Solo im Wechsel der zwei Ideenwelten.

Werner Meuer und Wolf Köss


Facts:

Die Ausstellung wird am 10.09.2011 um 15:00 Uhr an der Kulturinsel NEPIX KULL im Schloßpark eröffnet.

- anschließend um 16:00 Uhr Eröffnung der Werkschau im SEEWERK

- um ca. 14:00 Uhr beginnt der Workshop mit Elisabeth Lucresi für Kinder ab 6 Jahren

- um ca. 16:00 Uhr "Menschenbild" von Hora de Samba

- um ca. 17:00 Uhr "unbehaust" von Inge Broska und Anne Blass

Die Ausstellung kann vom 10.September - 22. Oktober 2011 besichtigt werden.

 

Günter Stangelmayer


20.06.2011

Neuigkeiten im Seewerk

Kunst ist alles - NRZ 07/11
"Anatol Herzfeld hatte zum „Ringgespräch um den Menschen“ eingeladen. Viele kamen, auch junge Gymnasiasten..."

Ringgespräch mit dem Bildhauer Anatol - RP 06/11
"Anatol unterhält sich gern – über Kunst, Philosophie und Wirtschaft, aber auch aktuelle Themen sind ihm nicht fern: Am Freitag, 1. Juli, 15 Uhr, lädt der bekannte Bildhauer, der 2010 ein Inselparlament für die Kulturinsel Nepix Kull geschaffen hatte, auf dem Gelände des Seewerks in Kapellen zu einem seiner Ringgespräche ein...."

Die Kunst soll Niederberg erobern - NRZ 06/11
"Die Seewerk-Macher Angelika Petri und Frank Merks haben neue Pläne und ein zweites Domizil..."

Künstlerkolonie Seewerk - NiederRhein Edition 06/11
"Wie die Eheleute Angelika Petri und Frank Merks aus einer alten Brennerei in Moers-Kapellen ein Refugium für zeitgenössische Kunst gemacht haben..."

Wenn Träume wahr werden - RP 04/11
"Das Seewerk in Kapellen wird größer: Angelika Petri und Frank Merks haben das einstige Kohleklärwerk der inzwischen geschlossenen Niederberg-Zeche in Neukirchen-Vluyn und einen Teil des umliegenden Werkgeländes gekauft..."